In der regulären Mitgliedschaft enthalten

Luta Livre

Luta Livre
Die wörtliche Übersetzung von Luta Livre (portugiesisch Luta = Kampf und livre = frei) bedeutet freier Kampf und ist eine brasilianische Kampfsportart. Sie wird wie Judo, Ringen, Sambo und Brazilian Jiu Jitsu zu den Grappling-Disziplinen gezählt, steht aber eigentlich für Wrestling, was auf die Ursprünge des amerikanischen „Catch as Catch can“ zurückzuführen ist. Im Luta Livre wird ohne einen GI trainiert.
Als Begründer des Luta Livre gilt Euclydes „Tatu“ Hatem, welcher Ende der 1920er Jahre begann, in Rio de Janeiro seine Variante des Catch Wrestlings zu unterrichten. Mit ihrem auf Bodenkampf und Aufgabegriffen fokussierten Kampfstil feierten Tatu und seine Schüler große Erfolge in Vale Tudo-Wettkämpfen. Dort entwickelte sich schnell eine intensive Rivalität zum Brazilian Jiu Jitsu, das auf ähnlichen Prinzipien basierte, jedoch vor allem von Angehörigen der Oberschicht betrieben wurde, welche Luta Livre als Kampfsport der Unterschicht ansahen. 1995 wurde Luta Livre durch Daniel D’Dane nach Deutschland gebracht, wo es bis heute große Verbreitung findet. Weiteres. Anfang 2000 nahm die einst erbitterte Feindschaft durch Austausch der Athleten im gemeinsamen Training jedoch deutlich ab. Mestre Daniel und Michael Hockenjos haben national und international zu dieser Annäherung beigetragen. Heutzutage gibt es gute Kooperationen von Luta Livre und BJJ.
LL Linie:
Euclydes „Tatu“ Hatem, Fausto Brunocilla, Eugenio Tadeu, Daniel D’Dane, Michael Hockenjos
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