Powerstretching M. Hockenjos

Beim Powerstretching werden Muskelketten in jeder Übung gestärkt und gleichzeitig gedehnt.  
Diese besondere Art von Stretching wirkt sich schon nach kurzer Zeit positiv auf die Beweglichkeit des Ausübenden aus. Es kann als eigenständiges Training ausgeübt werden, oder sowohl im Aufwärmprogramm als auch in der Abwärmphase jedes Trainings eingebaut werden um dieses zu ergänzen und zu optimieren.

Powerstretching zur Leistungssteigerung:
Durch erreichen eines grösseren Bewegungsradius aller Gelenke, oder speziell derer die wichtig für bestimmte Sportarten sind wird die Leistung enorm gesteigert. Statt Krafttraining entspannende Übungen, die verspannte Muskeln auflockern und verlängern.  

Powerstretching zur Verletzungsprävention:
Bei einem gut gedehnten Körper entstehen Verletzungen wie Bänderrisse, Bänderdehnungen nicht so schnell als in einem verkürzten Muskelsystem. Muskeln stellen die Kraft für Bewegungen zur Verfügung, Übertragen wird sie zunächst durch Bänder und Sehnen auf die Knochen. Entsteht z.B. durch umknicken eines Fusses eine hohe Spannung, so kann ein geschmeidiger und Kraftvoller Muskel und Sehnenapparat diese Spannung abfangen. Ein kraftvolles und verkürztes System reisst an der schwächsten Stelle. Bei extrem kräftigen Menschen kann das schwächste Glied in der Kette sogar der Knochen selbst sein.

Powerstretching zur Rehabilitation und Schmerzprophylaxe
Durch Verletzungen oder falsches Training entstehen im Körper muskuläre Disbalancen. Diese führen zunächst zu Schonhaltungen um Muskeln z.B. davor zu bewahren zu reissen. Dies ist kurzfristig akzeptabel und manchmal sogar notwendig, bringt aber langfristig noch stärkere Verkürzungen welche Bewegungseinschränkungen, chronische Schmerzen und somit Einschränkungen in der Lebensqualität mit sich bringen. Durch Powerstretching werden Muskelketten effektiv trainiert. Durch stärken abgeschwächter Muskulatur und dehnen verkürzter Muskeln werden Disbalancen ausgeglichen. Der Körper wird Leistungsfähiger und weniger anfällig für Verletzungen.